Iota tritt in die erste Phase ein

Iota tritt in die erste Phase ein, um bis 2021 ein ‚vollständig dezentralisiertes Netzwerk‘ zu werden

Die Iota-Stiftung geht davon aus, den Netzwerkkoordinator abzusetzen und bis zum 1. Quartal 2021 zu einem „vollständig dezentralisierten Netzwerk“ zu werden.

Iota, ein großes Blockkettenprojekt, das für das Internet der Dinge (Internet of Things, IOT) entwickelt wurde, ist in die erste Phase seines Fahrplans für die Aufrüstung des Bitcoin Era Netzes auf IOTA 2.0 eingetreten. Laut einem Blog-Beitrag vom 30. Juni können die Benutzer nun die neue Pollenfreigabe im ersten vollständig dezentralisierten IOTA-Testnetz herunterladen.

Die Freigabe ist die erste Phase in Iotas IOTA 2.0-Übergangs-Roadmap, die am 29. Juni veröffentlicht wurde. In der Roadmap legte die Iota-Stiftung drei Phasen fest, um den so genannten „Koordizid“ zu erreichen, ein Ereignis, das die dauerhafte Absetzung des Koordinators von Iota vorsieht. Der Koordinator war ein grundlegender Bestandteil des IOTA-Netzwerks, der eine von der IOTA-Stiftung betriebene Anwendung zur digitalen Bestätigung gültiger Transaktionen darstellt.

Pollen markiert den Beginn von IOTA 2.0

Mit der Freigabe von Pollen markiert das Iota-Projekt seinen ersten Meilenstein auf dem Weg zum Koordizid. Dominik Schiener, Mitbegründer der Iota-Stiftung, erläuterte, dass die Freigabe in einem koordinatorenlosen, produktionsbereiten Netzwerk gipfeln soll.

Schiener fuhr fort:

„Nach Jahren intensiver Forschung, rigoroser Tests und unermüdlicher Bemühungen unserer Ingenieure sind wir stolz darauf, endlich alle zur Teilnahme an diesem bedeutenden Meilenstein für das IOTA-Projekt einladen zu können. Pollen markiert den Beginn des weltweit ersten wirklich dezentralisierten, skalierbaren und gebührenfreien Distributed Ledger, was das Versprechen der IOTA seit dem ersten Tag ist“.

Drei Phasen, um den Koordinator von Iota loszuwerden

Neben anderen Phasen geht der Name des offiziellen Testnetzes des IOTA 2.0-Netzwerkfreigabesystems analog zu drei Phasen für die Erzeugung von Honig: Pollen, Nektar und Honig. Somit wird Pollen in erster Linie als Forschungsbasis dienen, um Koordizidkonzepte zu validieren und bestimmte Angriffsvektoren zu simulieren. Laut der Stiftung wird erwartet, dass in der Pollenphase die Koordizid-Spezifikationen fertiggestellt werden und damit der „endgültige Entwurf von IOTA 2.0“ vorliegt.

Die zweite Phase, Nectar, soll eine vollständige Umsetzung der Koordizidmodule auf einem mit Anreizen versehenen Testnetz bieten. Die Nectar-Phase zielt darauf ab, das Netzwerk auf Fehler oder Probleme zu testen, bevor das Hauptnetz endgültig freigegeben wird. Die Phase wird voraussichtlich Anfang des 4. Quartals 2020 veröffentlicht und wird es den Netzwerkteilnehmern ermöglichen, „Nektar“ oder Belohnungen für das Aufspüren von Fehlern oder potenziellen Angriffsvektoren zu generieren.

Honey, der endgültige Release Candidate für IOTA 2.0, wird alle endgültigen Coordicide-Module enthalten, die die erste Version von IOTA 2.0 oder das vollständig dezentralisierte IOTA-Mainnet darstellen. Schiener sagt, dass die Stiftung damit rechnet, dass das Netzwerk im ersten Quartal 2021 in die Honey-Phase eintreten wird.

Im Februar 2020 führte Iota Chrysalis, oder IOTA 1.5, ein Zwischen-Upgrade ein. Chrysalis fügte dem Netzwerk wichtige Funktionen hinzu, wie wiederverwendbare Adressen und IOTA-basierte Tokens. Wie berichtet, hat die Iota-Stiftung den Koordinator mehrmals abgeschaltet, um gegen größere Verstöße und Hacks auf ihrer Plattform laut Bitcoin Era vorzugehen. Nach Kritik an der mangelnden Dezentralisierung veröffentlichte Iota 2019 die Koordizid-Lösung, um den Koordinator zu ersetzen.